WANDLUNGSUHR

 

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Schon als Kinder fanden wir heraus, dass sich eine Schaukel durch die gezielte Schwerpunkt-Verlagerung (zum richtigen Moment ausgeführt) wunderbar steuern lässt. Dass dieses freudvolle Pendeln mit einem kleinen Energieaufwand beliebig lange aufrechterhalten werden kann, war auch intuitiv klar. Die langweiligen Begriffe der gezwungenen Schwingung, Dämpfung und der Resonanz kannten wir damals noch nicht, was unseren Spaß am Schaukeln aber keineswegs zu mindern vermochte.

 

Genauso frei, intuitiv und ohne großes Nachdenken folgen wir Gesetzen der Resonanz und Kohärenz auch in vielen weiteren Bereichen des täglichen Lebens. Angefangen vom näheren soziokulturellen Umfeld bis zu den neurophysiologischen Abläufen hin behalten diese Gesetze ihre Gültigkeit. Beinah sämtliches Geschehen wird durch das Prinzip der rhythmisch wiederkehrenden Sequenzen erfasst und obendrein gesteuert. 


Unterschwellige Zeitaspekte beeinflussen permanent unser Verhalten durch einige subtile Signale und strukturieren somit unsere sämtliche Aktivitäten. Dies kann man besonders gut bei Kleinkindern oder eben älteren Menschen beobachten: sie wechseln zwischen aktiven und passiven Phasen ihrer Tätigkeit nach einem bestimmten periodischen Muster. Dieses ubiquitäre Gebaren entsteht aber nicht zufällig.

Seit der grauen Vorzeit wussten unsere Vorfahren, dass besonders die richtige Zeitpunktauswahl für den Start eines Vorhabens von immenser Bedeutung ist. Erfolg oder Misserfolg einer Handlung hängen vom Grad ihrer zeitlichen und vektoralen Koinzidenz mit dem momentan gültigen lokalen Pattern (das die Verteilung von aktuellen Wahrscheinlichkeitstendenzen widerspiegelt) entscheidend ab.

Dieses Pattern spiegelt wie geophysikalische so auch soziokulturelle, konstitutionelle und sogar physiologische Faktoren wider, die alle als aktive Komponenten vom diesen aktuellen Abbild der reellen Situation fungieren. Tserma-Trulkor als überliefertes innerasiatisches Verfahren dient der Visualisierung dieser Konstellationen und Trends. Es erlaubt ihre auswertende Analyse, regelkonforme Korrekturen und sogar eine Prognose ihrer weiteren Entwicklung – gestützt auf das Phänomen der impliziten Synchronizität der Ereignisse.

Besonders der prophylaktische Wert der damit initiierten Verhaltensweisen kann im Alltag nicht hoch genug geschätzt werden. Auch in der evidenzbasierten Medizin findet man neuerdings unter dem Begriff „adaptive Phänotypen“ fast die gleichen Inhalte. Empfehlungen der innerasiatischen Erfahrungsmedizin sind aber z. B. bei den chronobiologischen Aspekten in Erforschung von diversen psychosomatischen Adaptionsstörungen noch recht konkurrenzlos.

Einsatz von diversen Hilfsmitteln macht das Folgen dem Atemrhythmus der Natur unvergleichlich präziser und leichter. Einige alte Amulette und Talismane („Glücksbringer“, tib. Sungkhor, Band-khorlo; mong. Sachius shuteen) verkörpern als Attraktoren für die Erzeugung einer Natur-Resonanz probate Lösungen für diese Aufgabe. Sie stellen dank ihrer konzeptionellen Kohärenz mit dem externen Rhythmenkontinuum eine Art der interaktiven Rückkopplung zum reellen Geschehen her.

Eine besondere Gattung derartiger Objekte (Pügyur-Khorlo oder die Wandlungsuhr genannt) dient dem Anzeigen der wechselnden Zeit-Qualitäten und ist als ein urkraftkonformer Lebenstaktgeber konzipiert. Einordnen der zeitlichen Vorzeichen und die aktuellen Schwerpunkt-Verlagerungen im individuellen Energiehaushalt können damit schell und einfach bestimmt werden. Berechnung und Phasenauswertung von den eigenen „Veränderungslust-Zyklen“ (s. g. „Tapetenwechselzyklen“) werden damit zu einem Kinderspiel.

Dieses Verfahren zur Visualisierung der momentanen Lebenssituation stellt eine zeitbezogene Kraftbalance zwischen allen relevanten Bereichen wieder her. Seine resultierende Chronosignatur beinhaltet ebenfalls die momentane Position vom Lebensträger La im segmental-reflektorischen Vitalitätskreislauf. Diese wird in der tibetischen Medizin als ein überaus wichtiger Faktor der eigenen Gesundheit betrachtet.

Die innere Zyklenmatrix wird somit stets mit der Periodik geophysikalischer Natur synchronisiert. Ihr gegenseitiges Auseinanderdriften (was viele gesundheitliche Störungen begünstigt) wird dadurch praktisch ausgeschlossen. Ein Blick auf das persönliche Pügyur Khorlo bietet die sofortige Orientierung und sichert die Effizienz der Entscheidungen. Dem „Sieg über Dein gestriges Selbst“ steht dann nichts mehr im Wege.


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